Wie man Politiker beleidigt – ohne Strafe und mit kreativen Tricks
Jakob BauerWie man Politiker beleidigt – ohne Strafe und mit kreativen Tricks
Ein deutscher Jurist und Sprachwissenschaftler hat einen Ratgeber veröffentlicht, wie man Politiker beleidigen kann, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Roger "Flaming" Reisertsch, der sich auf die Erforschung von Schimpfwörtern spezialisiert hat, schlägt vor, die Namen von Politikern als kreative Alternativen zu herkömmlichen Kraftausdrücken zu nutzen. Sein Buch listet über tausend neue Möglichkeiten auf, jemanden zu beleidigen – und das alles, ohne teure Strafen riskieren zu müssen.
Reisertschs Forschungen zeigen, dass viele klassische Beleidigungen wie "Du Trottel!" oder "Halunke!" mit der Zeit ihre Wirkung verloren haben. Wer jedoch jemanden als "Nazischlampe" beschimpft, muss tief in die Tasche greifen – das Bußgeld beträgt hier 1.200 Euro. Selbst die Wortstellung spielt eine Rolle: Vor Gericht könnte "Schlampennazi" ganz anders bewertet werden.
Der Ratgeber bietet Menschen eine Möglichkeit, öffentliche Persönlichkeiten zu beleidigen, ohne mit Strafen rechnen zu müssen. Indem er anstößige Begriffe durch Politkernamen ersetzt, nutzt Reisertschs Methode eine rechtliche Grauzone aus. Ob die Gerichte auf diesen Trend reagieren werden, bleibt abzuwarten.
