21 February 2026, 00:41

Wie Reyhaneh Jabbari im Iran für ihre Selbstverteidigung sterben musste

Eine Gruppe von Frauen in schwarzen Abayas hält Plakate mit Fotos von Ayatollah Ali Khamenei hoch, mit Gebäuden, Pfählen, Fahrzeugen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wie Reyhaneh Jabbari im Iran für ihre Selbstverteidigung sterben musste

Veranstaltung in der Dürener Stadtbibliothek: Die Geschichte von Reyhaneh Jabbari – eine junge Iranerin, die für ihre Selbstverteidigung hingerichtet wurde

Eine bevorstehende Veranstaltung in der Dürener Stadtbibliothek rückt das Schicksal von Reyhaneh Jabbari in den Fokus – einer jungen Iranerin, die wegen der Verteidigung gegen sexuelle Gewalt hingerichtet wurde. Der Abend, organisiert von Amnesty International und lokalen Menschenrechtsgruppen, umfasst eine Lesung aus Shole Pakravans Buch "Wie man zum Schmetterling wird" – ein Werk, das die systematische Ungerechtigkeit gegen Frauen im Iran aufdeckt.

Reyhaneh Jabbari war erst 19 Jahre alt, als sie sich gegen ihren Vergewaltiger zur Wehr setzte. Ein iranisches Gericht verurteilte sie später wegen Mordes und verhängte die Todesstrafe. Ihr Fall löste internationale Empörung aus, doch 2014 wurde sie hingerichtet.

Ihre Mutter, Shole Pakravan, setzt sich seitdem unermüdlich für Frauenrechte und die Abschaffung der Todesstrafe ein. Trotz Drohungen und Verfolgung floh sie 2017 aus dem Iran nach Berlin – im Gepäck Reyhanehs Briefe und Aufnahmen ihrer letzten Telefonate. Diese persönlichen Zeugnisse bildeten die Grundlage für ihr Buch "Wie man zum Schmetterling wird", das die rechtlichen und gesellschaftlichen Strukturen anprangert, die Frauen für Selbstverteidigung bestrafen.

Am 2. März 2026 veranstaltet die Dürener Stadtbibliothek eine kostenlose öffentliche Lesung aus dem Buch. Die Türen öffnen um 18:30 Uhr, die Lesung beginnt um 19:00 Uhr. Die Schauspielerinnen Edgitha Stork und Gabi Uhl verleihen Reyhaneh und Shole mit ihrer Darstellung Stimme und zeigen ihren Kampf und ihre Widerstandskraft. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Amnesty International und der Initiative gegen die Todesstrafe organisiert.

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Der Abend soll auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam machen, wo Frauen, die sich gegen sexuelle Gewalt wehren, weiterhin mit drastischen juristischen Konsequenzen rechnen müssen. Pakravans Buch und die Lesung sind ein Appell, diese Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und jene zu unterstützen, die sich für Veränderung einsetzen.