Wildschweingehege in Witten: Brachliegendes Gelände vor entscheidender Zukunftsabstimmung
Nico MeyerWildschweingehege in Witten: Brachliegendes Gelände vor entscheidender Zukunftsabstimmung
Über die Zukunft des ehemaligen Wildschweingeheges auf dem Hohenstein in Witten wird der Stadtrat am 23. Februar 2026 eine Entscheidung treffen. Die Anlage steht seit Juli 2025 leer, nachdem die letzten acht Tiere entnommen wurden. Nun liegen konkurrierende Vorschläge vor, wie das Gelände in Zukunft genutzt werden soll.
Das Gehege war einst eine beliebte Attraktion und zog bis zu seiner Schließung 2021 jährlich rund 100.000 Besucher an. Aufgrund von Überpopulation wurden jährlich etwa zehn Tiere ausgewildert oder getötet – eine Praxis, die bis zur Entfernung der letzten Gruppe fortgeführt wurde.
Die Stadtverwaltung schlägt vor, das Areal in eine "experimentelle Forstzone" umzuwandeln und dort seltene Baumarten anzupflanzen. Die CDU hingegen möchte Bürgerideen zur Neunutzung des Geländes sammeln. Die SPD unterstützt bereits den Vorschlag, die Anwohner in die Entscheidung einzubeziehen.
Die AfD hingegen setzt sich dafür ein, das Gehege wieder mit Wildschweinen zu besiedeln. Die unterschiedlichen Visionen werden in den kommenden Wochen diskutiert, bevor im nächsten Monat abgestimmt wird.
Die Entscheidung des Rates wird die Zukunft eines Ortes prägen, der einst viele Besucher anzog, nun aber brachliegt. Je nach Beschluss könnte das Gelände forstwirtschaftlich genutzt, wieder für Wildschweine geöffnet oder nach Bürgerwünschen umgestaltet werden. Das Ergebnis wird nach der Sitzung am 23. Februar bekannt gegeben.
