Willich streicht zwei Kita-Neubauten – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und Transparenz
Jakob BauerWillich streicht zwei Kita-Neubauten – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und Transparenz
Zwei geplante Kitas in Willich fallen weg – Eltern fordern Antworten
Zwei geplante Kindertageseinrichtungen in Willich wurden aufgrund sinkender Anmeldezahlen und knapper Haushaltsmittel gestrichen. Damit bleibt das generationenübergreifende Zentrum Reinershof das einzige noch laufende kommunale Neubauprojekt der Stadt. Doch die Sorge um Finanzierung und Transparenz wächst – Eltern verlangen nun Aufklärung.
Als Reaktion darauf hat sich die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" formiert, die sich für mehr lokale Betreuungsangebote einsetzt. Die Initiatoren argumentieren, dass kürzere Wege den Alltagsstress von Familien verringern und den Zugang zu frühkindlicher Bildung verbessern würden.
Die Abschaffung der beiden Kita-Projekte erfolgte nach einem Rückgang der Anmeldungen und finanziellen Engpässen. Bisher hat die Stadt jedoch keine detaillierten Zahlen zu den Anmeldezahlen veröffentlicht oder die Gründe für die Kürzungen erläutert. Das Reinershof-Zentrum – zu dem auch die Kita Alperof gehören soll – wird zwar weiter geplant, doch das Finanzierungsmodell mit privater Investorenbeteiligung wirft Fragen auf.
Am 6. März hatten Elternvertreter und die Unterstützergruppe der Kita Alperof einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch geschickt – ohne Antwort. Nun wird ein zweiter Brief vorbereitet, in dem die städtischen Angaben zu längeren Fahrzeiten zu Ausweich-Kitas infrage gestellt werden.
Die Ziele der Kampagne sind klar: Familien entlasten, verlässliche Betreuung sichern und mehr Zeit für die Erziehung gewinnen. Zudem soll frühkindliche Bildung für alle zugänglich bleiben. Um Lösungen zu finden, haben die Organisatoren den Bürgermeister zu einem direkten Dialog über nachhaltige Kita-Planung eingeladen.
Mit den Streichungen bleibt Willich nur noch ein kommunales Kita-Neubauprojekt – während Familien unsicher in die Zukunft blicken. Die Eltern setzen sich weiterhin für Transparenz und lokale Angebote ein und warten auf eine Reaktion aus dem Rathaus. Der Ausgang ihrer Initiative könnte die Kinderbetreuung in der gesamten Stadt prägen.






