Wüst in der Kritik: War das Influencer-Fotoshooting nur inszenierte PR?
Nico MeyerSPD kritisiert inszeniertes Wüst-Fotoshooting auf Instagram - Wüst in der Kritik: War das Influencer-Fotoshooting nur inszenierte PR?
Ein virales Instagram-Fotoshooting mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat für Kritik gesorgt. Die Aufnahmen, die ein Influencer geteilt hatte, wirkten zunächst wie eine spontane Straßenbegegnung – doch später stellte sich heraus, dass der Auftritt vorher abgesprochen war. Kritiker hinterfragen seitdem die Authentizität der inszenierten Aktion.
Das von dem unter dem Namen 'Fabiano' bekannte Influencer hochgeladene Video zeigte eine zufällige Begegnung mit Wüst. Der Clip erweckte den Eindruck eines ungeplanten Moments, bei dem der Influencer als Straßenfotograf auftrat. Regierungsquellen bestätigten jedoch, dass das Treffen im Voraus organisiert worden war.
SPD-Generalsekretär Frederick Cordes verurteilte die Aktion als 'inszenierte PR-Show' und argumentierte, solche Methoden untergrüben das Vertrauen der Öffentlichkeit. Fabiano hingegen betonte, die eigentliche Interaktion sei trotz der Vorabsprache authentisch gewesen.
Ein Sprecher der Staatskanzlei erklärte, es sei kein Geld für die Aufnahmen geflossen. Zudem bestätigte er, dass Wüsts Team über das Treffen im Voraus informiert gewesen sei. Der Vorfall hat die Debatte darüber neu entfacht, inwiefern Politiker soziale Medien zur Imagepflege nutzen.
Die Kontroverse zeigt die Spannung zwischen politischer Transparenz und inszenierten Medienauftritten. Wüsts Team betont, es seien keine Regeln verletzt worden, da keine Zahlungen erfolgt seien. Dennoch lenkt der Fall die Aufmerksamkeit darauf, wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ihre Online-Präsenz steuern.
