Wüst warnt vor Antisemitismus und fordert Waffenstillstand im Gazastreifen
Jakob BauerWüst: NRW steht 'unerschütterlich' an der Seite aller Juden - Wüst warnt vor Antisemitismus und fordert Waffenstillstand im Gazastreifen
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich zum zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel geäußert. Er warnte vor den wachsenden Bedrohungen gegen jüdische Gemeinden und forderte dringende Friedensbemühungen im Gazastreifen.
Am 7. Oktober 2022 tötete die Hamas in Israel 1.200 Menschen – der tödlichste Angriff auf jüdisches Leben seit dem Holocaust. Zwei Jahre später verurteilte Wüst die zunehmende Judenfeindlichkeit in Nordrhein-Westfalen als "inakzeptabel".
Gleichzeitig sprach er die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen an, wo Zehntausende getötet wurden und Hunderttausende vor Vertreibung, Hunger und Krankheiten fliehen. Wüst betonte die Notwendigkeit eines Waffenstillstands und unterstützte den US-Friedensplan, um das Leid zu lindern und die Freilassung der verbleibenden Geiseln zu erreichen.
Obwohl bei einer früheren Feuerpause innerhalb von 72 Stunden einige Gefangene freigelassen wurden, hat die Hamas seitdem nur die Leichen getöteter Geiseln übergeben. Die genaue Zahl der noch festgehaltenen Personen bleibt unbestätigt.
Wüst bekräftigte die Solidarität mit den jüdischen Gemeinden in NRW und rief zu internationalem Handeln auf, um den Konflikt zu beenden. Dazu gehöre die Freilassung aller Geiseln sowie die Bewältigung der sich verschärfenden Lage in Gaza.
