Yemisi Ogunleye jagt den 27 Jahre alten Kugelstoß-Rekord der Frauen
Jakob BauerOgunleye will neue Rekordhöhe anstreben: 21 Meter - Yemisi Ogunleye jagt den 27 Jahre alten Kugelstoß-Rekord der Frauen
Yemisi Ogunleye hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie will den seit langem bestehenden deutschen Rekord im Kugelstoßen der Frauen brechen. Die Olympiasiegerin von 2024 peilt die 21,22 Meter an, die Astrid Kumbernuss 1997 aufstellte – eine Bestmarke, die seit fast 30 Jahren unangetastet blieb. Mit ihrer aktuellen Bestleistung von 20,27 Metern gehört sie bereits jetzt zu den besten Athletinnen des Landes in dieser Disziplin.
Doch der Weg zum Rekord beginnt mit kleineren, gut durchdachten Schritten. Zunächst strebt Ogunleye 20,50 Meter an, dann 20,75 Meter, bevor sie mittelfristig die 21-Meter-Marke knacken will. Die Verfeinerung ihrer Technik bleibt dabei eine Priorität, auch wenn sie einräumt, dass Rückschläge in Wettkämpfen dazugehören.
Ihre Saison 2025 umfasst wichtige Höhepunkte, beginnend mit den Hallenweltmeisterschaften in Polen im März. Ein jüngster Sieg beim ISTAF Indoor in Düsseldorf, wo sie 18,78 Meter stieß, unterstrich ihre starke Form. Die Freiluft-Europameisterschaften in Birmingham im August werden eine weitere große Herausforderung. Doch Ogunleye hat klar gemacht, dass es ihr nicht nur um Weiten geht – sie will bei großen Meisterschaften Medaillen gewinnen. Die 21-Meter-Marke wäre nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern auch die Chance, Deutschlands jahrzehntelange Wartezeit auf eine Frau zu beenden, die diese Grenze überwindet.
Die anstehenden Wettkämpfe werden zeigen, wie nah Ogunleye ihren Zielen bereits ist. Sollte sie erfolgreich sein, könnte sie die erste deutsche Kugelstoßerin seit fast 30 Jahren werden, die über 21 Meter stößt. Ihr Fortschritt wird genau beobachtet, während sie Technikoptimierung und die Anforderungen des Spitzensports unter einen Hut bringt.
