"Skandalöse Fälschung": Scharfe Kritik an der ZDF für die Verwendung von künstlichen Videos - ZDF gesteht KI-Fälschung in heute-journal – und löst Shitstorm aus
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF hat eingeräumt, im Rahmen seiner Flaggship-Nachrichtensendung heute-journal gefälschte, KI-generierte Videos ausgestrahlt zu haben. Die Clips zeigten fälschlicherweise Maßnahmen der US-Einwanderungsbehörden unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump. Der Vorfall hat weitreichende Kritik von Politikern und Medienbeobachtern ausgelöst.
Das irreführende Segment umfasste ein KI-erstelltes Video, das angeblich die Abschiebung von Kindern durch den US-Zoll- und Grenzschutz (ICE) zeigte. Ein zweiter Clip, ebenfalls Teil der Sendung, stellte in Wahrheit keine Abschiebung eines Kindes durch US-Behörden dar. ZDF räumte den Fehler später ein und führte ihn auf einen technischen Fehler bei der Übertragung der Sendung zurück.
In derselben Ausgabe des heute-journals hatte Moderatorin Dunja Hayali die Zuschauer noch vor den Gefahren gefälschter Videos im Internet gewarnt. Nach Aufdeckung des Fehlers entfernte ZDF die Clips und veröffentlichte eine Stellungnahme, in der die Ungenauigkeiten bestätigt wurden.
Politiker verurteilten das Versagen des Senders umgehend. Nathanael Liminski, Medienminister von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete den Vorfall als "schweren Fehler" und forderte eine Entschuldigung von ZDF. Steffen Bilger, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nannte die Panne "ziefst beunruhigend" und verlangte eine umfassende Aufklärung.
Die gefälschten Videos führten die Zuschauer in die Irre, was die Vorgehensweise von ICE während Trumps Amtszeit betrifft. Zwar gab ZDF den Fehler zu, konkrete Maßnahmen zur Wiederherstellung des Vertrauens der Zuschauer wurden jedoch bisher nicht bekannt gegeben. Der Vorfall hat die Debatte über die Genauigkeit in den Medien und die Risiken KI-generierter Inhalte im Journalismus weiter verschärft.
