25 April 2026, 14:21

Zufit Simon erhält Münchner Tanzpreis für ihr revolutionäres Lebenswerk

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in dynamischen Posen, mit detaillierter Kleidung und Gesichtsmerkmalen.

Zufit Simon erhält Münchner Tanzpreis für ihr revolutionäres Lebenswerk

Choreografin Zufit Simon erhält mit nur 45 Jahren den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk

Die Auszeichnung krönt jahrzehntelange mutige und experimentelle Arbeit im zeitgenössischen Tanz. Ihr jüngstes Stück, "The Fight Club", wird bald ein großes Festival in Hannover eröffnen.

1980 in Israel geboren, zog Simon vor 25 Jahren nach Deutschland. Schon mit vier Jahren begann sie zu tanzen, später studierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ihre Choreografien werden oft mit der molekularen Küche verglichen – präzise, intensiv und von scharfer Kontur.

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Simons Karriere war von Höhen und Tiefen geprägt. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur ihre Konzeptförderung. 2024 musste das LOT-Theater, wo viele ihrer Werke uraufgeführt wurden, wegen Insolvenz schließen. Dennoch gewann sie im selben Jahr den Best OFF Festival-Preis für "Radical Cheerleading".

Unterstützung erhielt sie auch von Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, die ihre Arbeiten produzierte. Mit "The Fight Club" wendet sich Simon nun dem Kampf und maskuliner Energie zu. Das Stück eröffnet am 23. April das Best OFF Festival für Freies Theater in Hannover.

Der Münchner Tanzpreis würdigt Simons nachhaltigen Einfluss auf den zeitgenössischen Tanz. "The Fight Club" führt das Publikum in einen kühneren, konfrontativeren Stil ein. Die Festivaleröffnung in Hannover wird ein weiterer Meilenstein in einer Karriere, die von Innovation und Widerstandskraft geprägt ist.

Quelle